Startschuss für den Ursula-Cain-Preis

Startschuss für den Ursula-Cain-Preis

Im Jahr 2014 startete der von der sächsischen Kunstministerin Sabine von Schorlemer initiierte Sächsische Tanzpreis. Das Preisgeld und die Arbeit der Jury werden durch die Förderung der Sparkassen-Versicherung Sachsen ermöglicht, mit der Ausrichtung des Preises wurde das LOFFT aus Leipzig als einer der zentralen sächsischen Tanzproduzenten und -veranstalter beauftragt.

Kunstministerin Sabine von Schorlemer erklärt:

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»Sachsen ist nicht nur die Wiege des modernen Ausdruckstanzes, sondern hat auch heute eine vielfältige und lebendige Tanzszene. Der Sächsische Tanzpreis soll das Engagement von Künstlerinnen und Künstlern dieser Szene würdigen und zudem stimulierende Impulse für das Tanzland Sachsen geben«

Kunstministerin Sabine von Schorlemer

Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK)

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Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK)
www.smwk.sachsen.de

 

Jedes Jahr werden Millionen Gäste und Besucher vom Ruf sächsischer Kultur angelockt. Sie gehen in die Museen und Theater, hören Konzerte und Opern oder besichtigen die mittelalterlichen Innenstädte, Burgen und Schlösser. Die reiche Museums- und Theaterlandschaft sowie die Festival- und Musikkultur mit vielen Höhepunkten im Jahr macht Sachsen für die hier lebenden Menschen und als kulturtouristisches Reiseland attraktiv. Sachsen bietet – in einem Klima der Weltoffenheit und Toleranz und der künstlerischen Kreativität – einen gut angelegten Hafen, von dem aus Literatur, Musik, Film, Tanz, Theater oder Medienkunst immer wieder neue Wege in die Welt finden.

Der Freistaat Sachsen und besonders das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst haben – neben der Zuständigkeit für die Förderung von Forschung, Lehre an den Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie der Technologieförderung – für eine Vielzahl von kulturellen Einrichtungen und Projekten die Verantwortung. Finanziell unterstützt werden darüber hinaus die

Musikschulen und Kultureinrichtungen auf den Gebieten Darstellende Kunst und Musik, Bildende Kunst, Literatur, Film sowie im Bereich der nichtstaatlichen Museen, Museumsstiftungen, Gedenkstätten und der Soziokultur.

Um sich zu entwickeln und gleichzeitig Bestand zu haben, brauchen Kunst und Kultur angemessene finanzielle Unterstützung. Der Freistaat Sachsen fördert deshalb seine Kulturleistungen derzeit direkt und indirekt insgesamt mit 390 Millionen Euro pro Jahr. Damit gehört Sachsen zu den Bundesländern, welche die meisten Mittel für die Kulturförderung zur Verfügung stellen. Das seit August 2008 unbefristet geltende, bundesweTait einmalige Sächsische Kulturraumgesetz, welches den Kommunen eine jährliche Zuweisung des Freistaates von mindestens 86,7 Millionen Euro zusichert, ist ein in Deutschland einzigartiges Gemeinschaftsmodell der Kulturfinanzierung. Die hierin institutionell verankerte Solidarität hilft, die Kultur in der Fläche zu sichern.

Kultur in Sachsen – das umfasst starke Tradition ebenso wie Experimente mit Neuem. Kulturpolitik muss im Interesse einer zukunftsorientierten Entwicklungsfähigkeit das Spannungsverhältnis von Tradition und Kulturerbe einerseits sowie Innovation und Experiment als „Erbe von Morgen“ andererseits positiv aufgreifen. In Sachsen geschieht dies insbesondere durch gezielte Förderung und eine Vielzahl an Kunstpreisen unterschiedlicher Sparten.

So soll der Sächsische Tanzpreis das Engagement von Künstlerinnen und Künstlern dieser Szene würdigen und zudem stimulierende Impulse für das Tanzland Sachsen geben. Mit dem URSULA-CAIN-PREIS schafft der Freistaat einen ganz besonderen Preis – ein vergleichbarer Tanzpreis ist in keinem anderen Bundesland zu finden. Mit der Initiative für einen Sächsischen Tanzpreis knüpft das Sächsische Kunstministerium nun an die lange Tradition Sachsens als Wiege des Ausdruckstanzes an.

Gesellschaftliches Engagement als Leitmotiv

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Der »URSULA-CAIN-PREIS. DER SÄCHSISCHE TANZPREIS« wird alle zwei Jahre verliehen und ist mit 10.000 Euro dotiert. Der Preis soll an eine junge Arbeit vergeben werden, die sich durch Innovation, hohe künstlerische Qualität und besondere Ästhetik auszeichnet. Gefördert werden Spitzenleistungen des sächsischen Tanzes. Der Preis richtet sich sowohl an Inszenierungen aus der freien Szene als auch aus den Stadt- und Staatstheatern. Damit umfasst der Preis gleichberechtigt die gesamte sächsische Tanzszene.

»Die Sparkassen-Versicherung Sachsen unterstützt diese Idee zur Förderung der sächsischen Tanzszene, weil das Konzept perfekt zu unseren Unternehmensleitlinien passt. Als Mitglied der Sparkassenfinanzgruppe sehen wir eine besondere Verantwortung, uns – über das Kerngeschäft der Risikovorsorge hinaus – für die Gesellschaft zu engagieren. Als Unternehmen mit Hauptsitz in Sachsen möchten wir dabei vor allem Nutzen hier vor Ort für Sachsen und seine Bürger stiften«, begründet der Vorstandsvorsitzende, Gerhard Müller, die finanzielle Förderung.

Signal für die Tanzförderung im Freistaat

Signal für die Tanzförderung im Freistaat

Das Preisgeld von 10.000 Euro wird zur Hälfte an die Gewinner direkt ausgereicht. Die zweite Hälfte soll zweckgebunden für ein Gastspiel im Freistaat Sachsen verwendet werden. Damit setzt der URSULA-CAIN-PREIS auch ein Signal für die Tanzförderung im Freistaat. In Sachsen gibt es bisher keine Förderung für Wiederaufführung von Produktionen. Da aber nur durch häufige Auftritte Tanzcompagnies sichtbar werden, wachsen können und überregionale Bedeutung erlangen, ist dieser Preis ein wichtiger Baustein in der Tanzlandschaft Sachsens.

Der künstlerische Leiter des LOFFT Dirk Förster

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Der künstlerische Leiter des LOFFT Dirk Förster betont:

»Der Sächsische Tanzpreis ist ein starkes Signal für die gesamte Tanzszene im Freistaat, gerade weil er nicht nach Institutionen unterscheidet, sondern die künstlerische Kraft einer Inszenierung würdigt. Als Produzent und Lobbyist für Tanz in Sachsen freuen wir uns über die große Anerkennung der Kunstform Tanz von wirtschaftlicher und politischer Seite, die sich in dem großzügigen Sponsoring der Sparkassen-Versicherung Sachsen und der Schirmherrschaft der Staatsministerin Sabine von Schorlemer zeigt.«

LOFFT – DAS THEATER

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LOFFT- Das Theater
www.lofft.de

LOFFT – DAS THEATER Produktionshaus,
Veranstalter und Gastspielort in Leipzig

Seit seiner Gründung 1997 hat sich das LOFFT zu einem national und international anerkannten Koproduzenten, Veranstalter und Gastspielort für zeitgenössischen Tanz, post-dramatisches Theater und Performance Art in Leipzig entwickelt. Das LOFFT arbeitet als non-profit Organisation auf Basis eines eingetragenen, gemeinnützigen Vereins. Das LOFFT engagiert sich darum auch stark als Interessenvertreter freier darstellender Künstler in kulturpolitischen Strukturen und Debatten auf lokaler, regionaler und Bundesebene.

Die Tanzoffensive des LOFFT ist Leipzigs größtes Festival für zeitgenössischen Tanz. Das Festival startete 2007 als Entdeckerfestival für neue Tendenzen und um international beachtete Produktionen in Leipzig zu zeigen. Inzwischen gab es eine konzeptuelle Entwicklung zu  starken thematischen Schwerpunkten, wie z.B. mixed-abled im Jahr 2013. Neben dem Festival TANZOFFENSIVE präsentiert das LOFFT weitere zeitgenössische Tanzproduktionen im Jahresverlauf. Um die jeweilige Aufführung werden dabei komplette Programme mit Elementen wie Publikumsgesprächen, Workshops oder Klassen entwickelt. Außerdem ist das LOFFT Partner der Tanz- und Performancefestivals tanztausch, euro-scene Leipzig und OFF EUROPA.

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„Corps Étrangers“-2013 mouvoir©Martin Rottenkolber

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Entscheidung durch Experten-Jury

Entscheidung durch Experten-Jury

Für den ersten Sächsischen Tanzpreis sind 16 sächsische Bühnen und Festivals, auf denen Tanzproduktionen stattfinden, vorschlagsberechtigt. Diese Einrichtungen wurden vom Gründungskomitee des Preises benannt und können im Laufe des Jahres 2014 je eine Tanzinszenierung aus Sachsen vorschlagen. Eine vierköpfige Experten-Jury wird sich die vorgeschlagenen Inszenierungen ansehen und Anfang 2015 eine Entscheidung über den ersten Preisträger des URSULA-CAIN-PREISES treffen. Der  „URSULA-CAIN-PREIS. DER SÄCHSISCHE TANZPREIS“ wird dann erstmals im Jahr 2015 feierlich verliehen.

Zur Jury

Die Namensgeberin

Die Namensgeberin Ursula Cain wurde 1927 in Dresden geboren und verstarb 2011 in Leipzig. Ursula Cain wurde an der Mary-Wigman-Schule und der Tanz-Akademie des Konservatoriums als Tänzerin und Pädagogin „Moderner Tanz“ ausgebildet. Sie war Mitglied der Dore-Hoyer-Gruppe und hatte Engagements als Solotänzerin in Rostock und Dessau. Ab 1952 war sie erste Solotänzerin der Oper Leipzig und später 22 Jahre lang Pädagogin an der Ballettschule der Oper. Seit 1993 leitete sie die Gruppe „Tanzkaleidoskop“ und war zudem Ehrenmitglied der Oper Leipzig.

Mehr zu Ursula Cain

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Pressekonferenz

15. Dezember 2013

Auf Anregung der Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst im Freistaat Sachsen Sabine von Schorlemer trafen sich im März 2012 erstmals Vertreter aller namhaften Tanzeinrichtungen Sachsens, um eine Konzeption zur Einführung eines Sächsischen Tanzpreises zu entwickeln. Nach anderthalbjähriger Entwicklungsphase startete im Januar 2014 der Preis und wird im Jahr 2015 zum ersten Mal vergeben. Zum Pressegespräch am Freitag, den 13.12.2013, 12 Uhr  im Raum “Augustusburg”  in der Hauptverwaltung der Sparkassen-Versicherung Sachsen Dresden trafen sich alle Beteiligten: Sabine von Schorlemer, Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst im Freistaat Sachsen Gerhard Müller, Vorstandsvorsitzender der Sparkassen-Versicherung Sachsen Dirk Förster, Künstlerischer Leiter des LOFFT –…

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